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Brief, 1998

Collage

53 x 78,5 cm

E146-sold

«Volière Dromesko», 1991

Siebdruck

127,5 x 87 cm

AG94- sold

Jean Tinguely (1925-1991)

Jean Tinguely wurde am 22. Mai 1925 in Freiburg geboren und starb am 30. August 1991 in Bern.

Er wuchs im Basler Gundeldingerquartier auf. Seine Berufslehre als Dekorateur beim Warenhaus Globus in Basel musste er wegen «Disziplinlosigkeit» abbrechen.

Joos Hutter, ein Basler Galerist und Künstler, wurde sein Förderer und Lehrer. Von 1941-45 besuchte Tinguely die Kunstgewerbeschule in Basel. Dort lernte er Eva Aeppli (*1925) kennen, die er 1949 heiratete. 1952 zogen sie nach Paris, wo sie mehr schlecht als recht lebten. Der karge Verdienst kam vor allem vom Verkauf der selbst genähten Handpuppen Eva Aepplis. Er schloss sich den «Neuen Realisten» an und wurde eine treibenden Kraft dieser Künstlergruppe.

Die Galerie Arnaud stellte 1954 erstmals Tinguelys «meta-mechanischen» Reliefs oder «peintures-automates» aus. Es folgte eine Ausstellung in der Galerie Denise René unter dem Titel «Le Mouvement». Tinguely fand sich in der Gesellschaft von Duchamp, Calder, Agam, Vasarely, Soto und Jacobsen. Mit Yves Klein konnte er einen Auftrag für Kunst am Bau ausführen: die Ausstattung des Foyers im neuen Opernhaus von Gelsenkirchen (D).

1960 lernte er Niki de Saint-Phalle (1930 - 2002) kennen, die er 1971 heiratete. Zusammen mit ihr gestaltete er verschiedene Projekte. Später lernte er seine dritte Frau, Micheline Gygax kennen.

Sein künstlerisches Anliegen waren Sichtbarmachung der Bewegung, und als wichtiges Symbol dafür erschien ihm die Maschine als Skulptur.

Er begann motorisierte Apparate zu kreieren, die er u.a. aus Schrottbestandteilen fertigte.

Bald kamen die sog. «Balubas» hinzu , bei denen er buntfarbige Fundobjekte wie z.B. Vogelfedern, Tierfelle u.a. einbaute und die Apparate mit akustischen Effekten und zuckenden Bewegungen zum Leben erweckte.

1964 baute er für die Expo in Lausanne «Heureka», eine Maschine, die überflüssige Handlungen verrichtet.

Tinguely pendelte zwischen Paris, Freiburg und Basel, wo sein «Fasnachtsbrunnen» anstelle des alten Theaters entstand. Viele weitere Aufträge folgten wie z.B. 1983 der Brunnen zu Ehren Strawinskys beim Centre Pompidou in Paris.

1996 wurde ihm zu Ehren das von Mario Botta entworfene Museum eröffnet.

Tinguelys Werke werden in Museen und Galerien auf der ganzen Welt gezeigt.

 

 

Quellen

 

Reclams Künstlerlexikon; Basler Zeitung vom 1.11.1999

 

 

 

 

© Copyright Galerie HILT AG, 1999/ab

 

 

 

 

Interessanter Link: Museum Jean Tinguely Basel

 

Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Werke nicht mehr im Angebot erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.