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«Project pour une

sculpture», 1965

Kohlzeichnung

E72 65 x 50 cm

 

 

 

 

 

Sans titre, 1961

Gouache auf Papier

K419   43 x 58 cm

 

 

 

 

D'après Gericault, 1962

Tusche auf Papier

E73   50 x 65 cm

 

 

 

Ossip Zadkine (1890-1967)

Ossip Zadkine wuchs in einem von Kultur geprägten Klima auf. Sein Vater war Sprachlehrer am Lehrerseminar. Seine Mutter Sophie Lester war Schottin. Mit 16 Jahren schickten ihn seine Eltern nach Sunderland, einer kleinen Nordenglischen Stadt, wo er eigentlich Englisch lernen sollte, aber er belegte statt dessen vor allem Kurse im Zeichnen und der Bildhauerei.

1907 zog er nach London, doch hier musste er unter so schwierigen Verhältnissen leben, dass er nach Smolensk zurückkehrte, um seinen Vater zur Unterstützung seiner Künstlerkarriere zu überzeugen. Zwei Jahre später zog er nochmals nach England und dann nach Paris, wo er die École des Beaux-Arts besuchte. Entscheidende Anregungen und Impulse erhielt er zuerst durch Auguste Rodin, später von den Kubisten wie Picasso, Delaunay und Lipchitz, deren Prinzipien er in die Plastik integrierte. Sein wohl berühmtestes Werk steht in Rotterdam, das Bronze-Mahnmal «die zerstörte Stadt» (1951-53).

Im 1. Weltkrieg war er von 1915-18 freiwilliger Soldat bei den Franzosen.

Ungefähr ab 1920 löste er sich allmählich von der Formensprache eines strengen Kubisten und stellte unter Verwendung weicherer, persönlicherer Formen mythologische und allgemein menschliche Themen dar. Eines seiner Hauptmotive war Orpheus.

In den 1940er Jahren kam es zu Aushöhlungen und Durchbrechungen in seinen Plastiken. Von 1941-45 hielt er sich in New York auf, bevor er wieder in Paris tätig wurde. Von 1946-53 war er Professor an der Akademie «La Grande Chaumière» in Paris und 1950 erhielt er den Grossen Preis der Biennale von Venedig.

Seine Zeichnungen und Skizzen sind das Ebenbild seiner Skulpturen. Zuerst waren sie durch den Realismus geprägt, bevor er zum Kubismus fand. Später wurden seine Figuren weicher, flüssiger bis hin zu einem leichten Strich, der an Picasso erinnert. Seine Themen waren auch hier der Mensch in all seinen Tätigkeiten.

Seine Werke befinden sich u.a. in den Museen von Paris, Antwerpen, Grenoble, Philadelphia und Tokyo.

 

 

 

 

 

 

Quellen

 

Reclams Künstlerlexikon

DuMont’s Künstlerlexikon

Katalog von Raymond Cogniat, Edition Hautefeuille, Paris, 1958

«Souvenirs de notre vie» von Valentine Prax, La Bibliothèque des Arts, Lausanne-Paris,

1973

 

© Copyright Galerie HILT AG, 2004/kr-cr

 

Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Werke nicht mehr im Angebot erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.