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Hanspeter Kamm (*1938)

Geboren 1938 in Winterthur. Diverse Berufe im früheren Leben: Schaufensterdekorateur, Grafiker, Karikaturist, Art Dirctor. Aus der Beschäftigung mit den eigenen Kindern resultieren ab 1980 die ersten Objekte.

Hanspeter Kamm, bekannt als filigraner Drahtbieger und gedankenreicher Tonkneter, sieht sich selbst als eigenwilliger Raumzeichner. Seine Liebe gilt den einfachen Materialien, dem Draht, Ton, Blech, Papier und vielen Farben, den Theorien der Kunsthistorie und ihrem Fachjargon gegenüber, nimmt er eine dezidierte Distanz ein.

Wie sich zahlreiche Karikaturisten von Daumier bis Sempé der Zeichnung verpflichteten, so gilt auch Hanspeter Kamms Interesse einem Medium, das mit wenigen Linien kritische Aussagen macht, das auf den ersten Blick verstanden und nicht übersehen wird, das unangenehm auftreten kann, mit der schönen Bereicherung bei Kamm, dass sich sein Gekritzel in den Raum entfaltet.

Doch Hanspeter Kamms Arbeiten karikieren nicht auf den ersten Blick, sie tun es aus dem Hintergrund heraus. Er erzählt amüsante und zuweilen harmlos anmutende Geschichten von Menschen, von Tieren und von visionären Maschinen.

Wer sich eingehend damit einlässt, realisiert, wie doppelzüngig und geradezu subversiv diese Ereignisse sein können und wie viel menschliche Tragik in ihnen zum Ausdruck kommt.

In der Regel halten sich Schweine und Pinguine nicht auf Flugzeugflügeln auf, kein Bergler einen Phallus in Form eines Alphorns und Kirschen nicht mit der Steinschleuder gegessen werden – und doch sind Kamms Ideen und deren Ausführungen nicht einfach skurril oder abwegig, sondern der Alltäglichkeit entnommen. Jacques Tati wurde einst an einer Strassenkreuzung beobachtet, wie er sich laufend Notizen machte. Darauf angesprochen erklärte er, er würde Ideen für seine kommenden Filme sammeln, denn diese seien nichts anderes als die geballte Ladung all dieser Beobachtungen menschlicher Tätigkeiten. Eine solche Aussage könnte auch von Hanspeter Kamm stammen. Mit dem Unterschied, dass Kamm die Geschichten nur andeutet oder mit der Erzählung beginnt, die Fortsetzung aber den Betrachtern überlässt. Darin liegt die Brillanz und die Qualität dieser Arbeiten. Sie inspirieren, verführen und überzeichnen, doch sie schränken dabei nie ein.

Simon Baur, Basel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Dokumentationen des Künstlers und der Galerie HILT

 

© Copyright Galerie HILT AG, 2014/cr

 

 

 

 

 
  Hier geht's weiter: Noch mehr Objekte von Hanspeter Kamm (die mit grösster Wahrscheinlichkeit noch verfügbar sind*)
Publikationen
 

«Geschichten eines nigromantischen Aussenseiters», 1980 - 1999

 

Buch, Hardvocer, 185 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen

(ISBN 3-905404-05-2)

Nur noch wenige Exemplare verfügbar!

Preis auf Anfrage.

   

Filmportrait - DVD

«Hanspeter Kamm – Feinarbeiten

und Raumzeichnungen»

Filmporträt zum Künstler

18 Min., SFr. 18.–

 

Kamera und Produktion:

Lukas Nigg, Basel

Schnitt und Ton:

Adrian Hedinger, Basel

 

Ausstellungen (Auswahl)

1998  Karikatur & Cartoon Museum, Basel

2002  Galerie HILT, Basel «Neue Objekte: Reliefs - Vehikel - A5-Studien»

2003  Galerie Hufschmid, Zürich «Objekte»

2004  Musée Maison d'Ailleurs, Yverdon «la liberté sur le fil»

2004  Galerie Artraktion, Bern «vom Wanzentango...»

2005  Wilhelm-Busch-Museum, D-Hannover

2006  Galerie HILT, Basel «Neue Objekte»

2006  Kunstmuseum Delémont «de fil et de fer...»

 

Hanspeter Kamms Werke wurden in zahlreichen Museen und Galerien in der Schweiz und in Europa gezeigt. Begeisterte Sammler seiner Werke finden sich in ganz Europa und den USA.

 

 

 

 

*Wir geben uns grösste Mühe, unsere Website aktuell zu halten. Um abschliessende Sicherheit über verfügbare Werke zu erhalten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

 

 

 

 
   
 

Anmerkung: Wegen anhaltend grosser Nachfrage sind hier zumeist keine verkäuflichen Werke einsehbar. Bitte erkundigen Sie sich direkt in der Galerie über aktuell erhältliche Arbeiten von Hanspeter Kamm.