G A L E R I E

AFRICANA

  seit 1950

E-Mail

since 1950
  depuis 1950

 

Weibliche Ahnenfigur

Holz, Stoff, Schmuck

69 x 22 x 19 cm

TA120

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Agni / Anyi

Die Agni fallen mit den Atié und den Fante unter die Akan und bilden mit zwei Drittel eine Untergruppe der Twi-Sprachenprovinz. Sie sind im südlichen Ghana sowie in Teilen der zentralen und östlichen Elfenbeinküste angesiedelt.

In ihrer Kunst sind sie hauptsächlich durch Grabplastiken bekannt geworden, die auf alten Gräbern, vorwiegend im Gebiet von Krinjabo gefunden wurden. Diese Skulpturen zeichnen sich durch übergrosse Köpfe, quellende, geschlitzte Augen, schwerer Haartracht, geringeltem Hals und rudimentären Körperformen aus. Man sagt, es handle sich dabei um die Porträts von Herrschern, die unmittelbar nach ihrem Tode von den Frauen modelliert wurden. Bekleidet und geschmückt, von einem Strohdach beschützt, stellt man sie auf einem Untersatz auf das Grab.

Die Agni haben kaum reine Ahnenfiguren, ihre Figuren beziehen sich mehr auf die menschliche Fruchtbarkeit, die eine besonders hohe Rangstellung einnimmt und vom abstrakt konzipierten göttlichen Wesen mit Hilfe von Fruchtbarkeitspuppen erbeten wird. Ausserdem gibt es magische Figuren, die Hexen unschädlich zu machen haben und schliesslich Figuren als Schmuck für königliche Insignien.

Quellen: William Fagg: Afrika. 100 Stämme, 100 Meisterwerke, Berlin 1964 / Kunst der Welt, P37: Afrika, Holle-Verlag / Karl-Ferdinand Schaedler: Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München 1994

© Galerie HILT AG Basel, 2006 / tg

 

 


Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Objekte nicht mehr erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.


 

 

 

Aktuelle Angebote

 

Agni TA120.pdf