Babo Barbara

*1966, Zürich

Bildhauerei, Malerei

Barbara Babo ist eine «Quereinsteigerin». Ab 2002 hat sie sich ganz der Kunst zugewandt. Zurück blickt sie auf eine bewegte Zeit als Handwerkerin, in sozialen Bereichen und als Köchin im eigenen kleinen Restaurant.

Im Zentrum von Barbara Babos Schaffen steht das Menschsein in all seinen Facetten. Die Bildhauerin lässt sich von Intuition und Beobachtung leiten. Die Künstlerin arbeitet ausnahmslos spontan, ohne Skizzen, ohne Modell und sehr schnell.

Sie lebt und arbeitet im Tessin.
 

Artits's Statement

Geschichten aus den Momenten und Szenen des Lebens, darum geht es in meinen Plastiken. Kleine Nuancen, wie die Haltung der Füsse oder Hände, verraten die Stimmungen, die Geschichte, die Persönlichkeit der Figur. Da verlasse ich mich auf die Augen und die Sensibilität des Betrachters.

Stimmungen und Gefühlslagen sind auch das Motiv für meinen Arbeitsprozess. Meine Plastiken entstehen spontan aus dem Erlebten oder Erträumten. Die Werke überfallen mich, oft mitten im Werden. Es kann passieren, dass ich mit einer frechen Stehenden beginne und zum Schluss ein sich innig umarmendes Liebespaar vor mir habe. Manchmal auch umgekehrt. Ich kann nichts erzwingen. Es geht mehr ums Aushalten.

In der Malerei, den Bildern in Öl und Acryl, passiert etwas anderes. Da bin ich Betrachterin, ich stehe ausserhalb. Aber auch da hat das Erfinden oder Erinnern seinen Platz, besonders bei den Landschaften. Bei den neueren abstrakteren Bildern geht es mir wieder ähnlich wie bei den Plastiken. Sie kommen aus den Tiefen des Unbewussten, und ich weiss am Anfang nie genau, was entstehen wird.

Was mich immer sehr beglückt, ist das Handwerkliche beim Entstehen einer Skulptur. Wenn ich die Figur in Ton modelliert habe, sie auf die Welt gebracht habe, baue ich Formen, gipse, säge, bohre, spachtle, hämmere, oftmals manisch. Das ist gewissermassen der Akt des Verdauens der Aussage des Werks. Das geschieht mit viel Vorfreude auf die fertige, manchmal geglückte Skulptur.

Ich kann mich ohnehin sehr glücklich schätzen, dass mir diese zwei Ausdrucksformen zur Verfügung stehen – mit dem Pinsel oder einfach nur mit meinen Händen etwas zu erschaffen, das bleibt.

Barbara Babo

 

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