Espace Africain

Im Jahr 1905 entdeckte eine Gruppe von Pariser Künstlern, darunter namhafte Vertreter wie Vlaminck, Derain, Picasso, Braque und Matisse die Werte und die Grösse der afrikanischen Plastik und deren Bedeutung für die moderne Kunst. Es muss wohl wie ein Schock auf sie gewirkt haben, als sie plötzlich sahen, dass bildnerische Gestaltungsweisen, nach denen sie tastend strebten, von diesen naturvölkerischen Schnitzern schon längst vorweggenommen waren.

Vlaminck beschreibt dieses erste Zusammentreffen mit der afrikanischen Kunst im Jahre 1905 in seinem Tagebuch:

«Ich war bis in mein Innerstes aufgewühlt (...). Ich nahm die drei Statuetten mit. Einige Zeit später machte mir ein Freund meines Vaters, dem ich meine Eroberung gezeigt hatte, einen Vorschlag, mir noch andere zu geben, denn seine Frau wolle diese «schrecklichen Dinge» in den Mülleimer werfen. Ich besuchte ihn und holte mir eine grosse weisse Maske und zwei Statuetten von der Elfenbeinküste.»

 


Afrikanische Volksgruppen

Hier erfahren Sie Einzelheiten zu den afrikanischen Volksgruppen bzw. Stämmen. Fortlaufend werden hier Beschreibungen hinzugefügt und mit verfügbaren Kunst- & Kultobjekten ergänzt.

 

Ashanti

Die Ashanti, eine halbe Million stark, wurden berühmt durch den Widerstand, den sie im vorigen Jahrhundert den Engländern leisteten.

Heute sind die Ashanti das Kernvolk des Staates Ghana. Die Ashanti leben im Urwald; die ihnen verwandten Agnivölker, zu denen die Baule gehören, leben teils im Urwald, teils in der Savanne. Sie sind etwa im 15. Jahrhundert aus dem Norden hierher gekommen. Vom Sudan haben sie den Hunger nach Gold mitgebracht.

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Sie sind etwa im 15. Jahrhundert aus dem Norden hierher gekommen. Vom Sudan haben sie den Hunger nach Gold mitgebracht. Die Ashanti haben selbst keine wesentliche Schnitzkunst, keine Masken und kaum Figuren, noch andere figürliche Schnitzerei, sondern nur eine, allerdings sehr bedeutende Kunst des Gusses von kleinen Metallfigürchen, den bekannten Goldgewichten. Die Goldgewichte sind bekannt geworden wegen ihrer Vielgestalt und künstlerischen Anmut.

Es werden alle erdenklichen Tiere nach- gebildet: Leoparden, Antilopen, Skorpion; oder Pflanzliches: Pfefferschote, Maiskolben; oder Miniaturen von Gebrauchsgegenständen: Hacke, Häuptlingsschwert Hüttendach und schliesslich geometrische Figuren und Ornamente: kleine Stufenpyramiden oder auf viereckigem Sockel irgendein Ornament.

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Atié
​Bambara

Baule

Atié

​Bambara


Baule







Dokumentation

Quellen

Bei den Beschreibungen der nachfolgenden Stammesbezeichnungen wurden folgende Quellen verwendet:
- Karl-Ferdinand Schaedler: «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur» (ISBN 3-7814-0374-2)
- Hans Himmelheber: «Negerkunst und Negerkünstler»

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