Max Ernst

Deutschland, USA, Frankreich
2.4.1891, Brühl - 1.4.1976, Paris

Malerei, Collagen, Grafik, Skulpturen

Herkunft, Biografie

Sein Vater, ein Hobbymaler von Stillleben und religiösen Themen unterrichtete an einer Schule für Taubstumme. Max Ernst studierte zunächst Philosophie und Literatur in Bonn und wandte sich 1910 unter dem Einfluss von August Macke, Johannes Theodor Baargeld und Hans Arp der Kunst zu. Als Maler war er Autodidakt.

Nach dem 1. Weltkrieg, in dem er Obergefreiter bei der Feldartillerie war, heiratete er die promovierte Kunsthistorikerin Louise Straus. 1920 kam ihr Sohn Ulrich, genannt Jimmy, zur Welt.

Im Herbst 1919 gründete Max Ernst zusammen mit Theodor Baargeld und Hans Arp die Kölner Dada-Bewegung.

1921 ging er nach Frankreich und schloss sich dort 1924 den Surrealisten an. Bei der Entwicklung der surrealistischen Kunst wird Max Ernst eine herausragende Rolle spielen.

Die Ehe von Max und Louise Straus-Ernst wurde 1926 geschieden. Gleich darauf heiratete der 35-jährige die Französin Marie-Berthe Aurenche; auch diese Ehe scheiterte.

1937 wurde er vom Hitlerregime als «Entarteter Künstler» abgetan. Bei Kriegsausbruch wurde Max Ernst mehrfach in französischen Lagern interniert.

1941 lernte er die wohlhabende Kunstsammlerin Peggy Guggenheim kennen, welche ihm die Ausreise über Portugal nach New York ermöglichte. Noch im selben Jahr heirateten sie, doch die Ehe hielt nicht lange.

1943 begegnete Max der jungen Malerin, Bildhauerin und Schriftstellerin Dorothea Tanning. Sie wurde seine neue Geliebte; nach dem Zweiten Weltkrieg, 1946 heiratete er sie und zog mit ihr nach Sedona (Arizona). Zwei Jahre später wurde Max Ernst amerikanischer Staatsbürger.

1953 kehrte er zusammen mit Dorothea Tanning endgültig nach Frankreich zurück und erhält 1958 die französische Staatsbürgerschaft.

Am 1. April 1976 starb Max Ernst in Paris, eine Nacht vor seinem 85. Geburtstag.

 

Werke, Ausstellungen, Auszeichnungen

Mit dem Erhalt des Grossen Preises für Malerei 1954 auf der Biennale von Venedig beginnt für ihn der internationale Erfolg. Es folgen grosse Retrospektiven und Ehrungen.

Seine Werke sind in Museen und Sammlungen auf der ganzen Welt vertreten.

Quellen

Reclams Künstlerlexikon
DuMont’s Chronik der Kunst des 20. Jhd.
DuMont’s Künstlerlexikon
Biografie, Max Ernst Museum, Brühl