Paul Wunderlich

Deutschland
10.3.1927, Eberswald - 6.6.2010, St. Pierre de Vassols (F)

Malerei, Grafik, Skulpturen

 

Biografie

Nach seiner Kriegsgefangenschaft im Lager Eiderstedt (Holstein) 1945 schloss er 1946 das Abitur ab und studiert ab 1947 an der Landeskunst-schule in Hamburg, wo er die Klasse «Freie Grafik» besuchte. Seine Mitschüler und Freunde waren Horst Janssen und Rheinhard Drenkhahn. 1948 folgte seine erste Radierung und seine erste Lithographie. Nach einer finanziell bedingten Pause nahm er 1950 das Studium wieder auf. Er wirkte später als Lehrbeauftragter an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

Paul Wunderlich war mit der Fotografin Karin Székessy verheiratet, mit welcher er auch einige Kunstprojekte verwirklichte.

Künstlerisches Werk

Bereits ab 1949 stellte er seine ersten Holzdrucke her. Die Technik der Lithografie verfeinerte Paul Wunderlich immer weiter und wurde mit den Jahren in der Kunstwelt zum viel beachteten Meister der Druckgrafik.

Ab ca. 1959 entwickelte er seinen eigenen Stil und übernimmt immer wieder Impulse verschiedenster Kunstepochen. Seine Bildwerke scheinen die Realität in Irrealität, das Konkrete ins Phantastische zu verwandeln. Oft stehen neben «brauchbaren» Objekte «zweckfreie», dem Sinn und Zweck entrückt. Viele seiner Werke sind ein oder zweifarbig. Oft sind auf seinen Bildern nackte Menschen zu sehen. 1960 kam es zur Beschlagnahmung des Lithografie-Zyklus «Qui s’explique» durch die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen unsittlicher Darstellungen.

Ausstellungen, Hinweise, Quellen

Ausstellungen
Zahlreichen Ausstellungen in Galerien und Museen in Europa, Japan, USA.

Auszeichnungen
Sein Schaffen wurde seit 1960 mit unzähligen Preisen geehrt,

Quellen
Das rororo Künstler Lexikon (Fritz Winzer)
Paul Wunderlich, Werkverzeichnis der Druckgraphik (Volke Huber)
Paul Wunderlich, Baukunst (Köln)
Paul Wunderlich, Plädoyer für die Vernunft (Heinz Spielmann)